Vom 04. – 06.09.2020 ging es für 16 Wanderer, 13 Feuerländer und 5 R/Rs aus dem Landesverband auf eine Zeitreise ins Jahr 1907. Auf Brownsea Island trafen wir den Gründer der Pfadfinderbewegung Robert Baden-Powell. Mann, war das aufregend. So jung und dynamisch haben wir uns Baden-Powell gar nicht vorgestellt. Und er hatte so viel Ahnung von allen möglichen Dingen. Einfach klasse. Was haben wir nun am Wochenende alles erlebt?

Am Freitagabend machten wir uns auf eine Zeitreise ins Jahr 1907 in einer Zeitmaschine. Baden-Powell, kurz B.P. genannt, begrüßte uns auf der Leinwand und gab uns einige Aufgaben. Wir sollten uns in Gruppen aufteilen, einen Wimpel gestalten und uns einen Schlachtruf ausdenken. Da wir jedoch bis 20 Uhr mit dem Aufbau des Lagers beschäftigt waren und dann ausgehungert wie Wölfe uns aufs Abendessen stürzten, blieb leider keine Kraft mehr für diese Aufgabe. Somit sangen wir noch ein paar Lieder und gingen dann ab in die Zelte. Am nächsten Morgen wurden wir durch B.P. persönlich geweckt. Nun gut, die Meute Weiße Pfote muss wohl erst die Uhr lernen. Sie haben das halbe Lager seit 5 Uhr beschäftigt. B.P. führte mit uns eine Fährübersetzung auf leeren Magen durch. Durch ein Netz, über alte Wrackteile und durch einen Tunnel ging unsere Reise. Endlich auf Brownsea Island angekommen, mussten wir die Aufgaben des Abends nachholen. Also haben wir uns schnell in 4 Gruppen, die Wölfe, die Bullen, die Raben und die Brachvögel, aufgeteilt. Nach dem Frühstück lernten wir verschiedene Arbeiten mit Holz an 4 Workshop-Stationen kennen. Es wurde Wikinger-Schach gebaut, Holzschmuck hergestellt, eine Hollywoodschaukel errichtet und selbst kreierte Dinge aus Holz wie Hocker, Schiffe und Katapulte geschaffen. Am Nachmittag stellten wir voller Entsetzen fest, dass unsere Zeitmaschine gestohlen wurde. Also ging es los, der Eichhörnchenbande hinterher. Sie forderten in einem Erpresserbrief von uns einen Koffer mit Kastanien, Eicheln und Stöcken. Am vereinbarten Treffpunkt stellte sich heraus, dass es 2 Banden von Eichhörnchen gibt. So ein Durcheinander. Jedoch siegten wir am Ende und brachten unsere leider etwas kaputte Zeitmaschine ins Lager zurück. Am Samstagabend gab es eine ganz besondere Zeremonie für die Wanderer. 3 Jungpfadfinder durchlebten den Stufenwechsel in die Pfadfinderstufe und 6 Wölflinge gaben ihr Versprechen ab und wurden in den Kreis der Pfadfinderinnen und Pfadfinder aufgenommen. Einige Freudentränen flossen dabei. Herzlich Willkommen in unserem Bund! Sonntag wollten wir wieder ins Jahr 2020 reisen, doch mit einer kaputten Zeitmaschine gar nicht so einfach. Aber durch telefonische Unterstützung von Albert Einstein konnten wir uns durch verschiedene Übungen zurück in die Zukunft begeben. Hier hieß es für uns das Lager abzubauen, Adressen der neu gewonnenen Freunde tauschen und sich zu verabschieden.
Es war eine wundervolle und erlebnisreiche Zeitreise und wir bedanken uns bei allen Helfer*innen für dieses tolle Lager.

Die Sippe Buntspechte hat sich auch über das Lager hinaus mit der Geschichte der Pfadfinder beschäftigt. Dazu haben Sie zum Beispiel einen Zeitstrahl gebastelt und Inteviews mit zwei schon älteren Pfadfinder*innen geführt. Dies kann hier angehört werden:

Unser Geschichtsprojekt wurde finanziell gefördert durch das Programm Spurensuche.

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